Eilmeldung

Eilmeldung

Chinas Mühen mit den Kriegsspielen vor seiner Küste

Sie lesen gerade:

Chinas Mühen mit den Kriegsspielen vor seiner Küste

Schriftgrösse Aa Aa

China hat Kriegstreiber in beiden koreanischen Staaten davor gewarnt, den Konflikt weiter auf die Spitze zu treiben. Vor See-Manövern Südkoreas und der USA hieß es aus dem Außenministerium, man werde keine nicht genehmigten Militäraktivitäten in der Wirtschaftszone vor Chinas Küste dulden – sie reicht bis zu 200 Seemeilen ins Gelbe Meer.
 
In Seoul forderten Demonstranten Rache für die Bomben des Nordens auf eine Insel des Südens:
 
“Unsere Regierung hat über Strafe gesprochen,” sagt einer von ihnen, “aber getan hat sie nichts. Das Vertrauen in unseren Präsidenten ist beschädigt.”
 
Nach dem Artillerieangriff Nordkoreas hat Südkoreas
Präsident Lee Myung Bak den früheren Generalstabschef Kim Kwan Jin zum neuen Verteidigungsminister ernannt. Kim gilt als “typischer Soldat” mit starker Führungskraft.
 
Am Dienstag hatte der Norden die südkoreanische Insel Yonpyong bombardiert. Bei dem heftigsten Angriff seit dem Koreakrieg vor 60 Jahren starben zwei Soldaten und zwei Zivilisten. Südkorea erwiderte das Feuer.
 
Der Kommandant der US-Truppen in Südkorea, General Walter Sharp:
“Was ich hier gesehen habe – zuallererst hat Nordkorea diese Insel angegriffen. Das ist eine klare Verletzung des Waffenstillstandsabkommens.”
 
Völkerrechtlich sind die beiden Koreas noch immer im Kriegszustand. In Südkorea sind knapp 30 000 Amerikaner stationiert.
 
Nach der militärischen Aggression Nordkoreas war der Druck auf China gewachsen, den exzentrischen Militärführer Kim Jong Il im Norden zur Vernunft zu bringen. Doch China sagte lange Zeit gar nichts und übt jetzt offenkundig Zurückhaltung.