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Nach Kritik: Marokko verteidigt sich

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Nach Kritik: Marokko verteidigt sich

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Die marokkanische Regierung hat ihr gewaltsames Vorgehen in der Westsahara Anfang November verteidigt. Das europäische Parlament hatte Marokko vorgeworfen, bei der gewaltsamen Räumung eines Protest-Camps nahe der Stadt El-Aiún übermäßig Gewalt angewendet zu haben. Nach Angaben der Polisario-Rebellen starben dabei dutzende Menschen, mehr als 150 Menschen sind verschwunden.

Der Chef der Rebellen sagte, das europäische Parlament habe sich gegen Marokko ausgesprochen, denn es habe die Gewalt im Lager klar verurteilt.

In El-Aiùn kam es bei einer Demonstration für bessere Lebensbedingungen zu Ausschreitungen. Die Polisario treten für eine Unabhängigkeit der Westsahara ein. Die Marokkanische Regierung sagte, das Zeltlager sei in der Hand von Milizen gewesen, es habe keine zivilen Opfer gegeben, dagegen seien 10 Polizisten getötet worden.

Der Informationsminister Marokkos nannte die Resolution des EU-Parlamentes tendenziös, voreilig und ungerecht.

Das europäische Parlament hatte sich zudem für eine Untersuchung der Ereignisse durch die Vereinten Nationen ausgesprochen.