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Portugal auf Sparkurs

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Portugal auf Sparkurs

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Die Portugiesen müssen den Gürtel enger schnallen. Denn die Regierung hat dem Land radikale Sparmassnahmen verordnet. Portugal steht massiv unter Druck, die Neuverschuldung lag zuletzt bei 9,4 Prozent.

Die Finanzmärkte fordern immer höhere Zinsen für Staatsanleihen. Die Regierung will daher alleine 2011 5 Milliarden Euro einsparen.

Das Parlament billigte den Haushalt mit den Stimmen der regierenden Sozialisten, die Opposition stimmte entweder dagegen oder enthielt sich. Der Plan sieht unter anderem vor, die Gehälter im öffentlichen Dienst um 5 Prozent zu kürzen und die Mehrwertsteuer auf 23 Prozent zu erhöhen.

Ministerpräsident José Sócrates nannte die Maßnahmen alternativlos. Politiker, die im Sinne des Landes arbeiteten hätten das bereits eingesehen.

Vor zwei Tagen hatte ein Generalstreik das Land lahm gelegt. die Gewerkschaften wollten damit unter anderem für die Anhebung des Mindestlohnes auf 500 Euro pro Monat demonstrieren.

Flughäfen standen still, der Zugverkehr brach teilweise zusammen und der Müll blieb auf den Strassen liegen. Experten schätzen, dass der Streik alleine mehr als 280 Millionen Euro kostete.