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Villepin sagt in Karachi-Affäre aus

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Villepin sagt in Karachi-Affäre aus

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Der frühere französische Premierminister Dominique de Villepin ist am Freitag in der Karachi-Affäre von einem Untersuchungsrichter vernommen worden. Dabei geht es um ein Attentat auf eine französische Rüstungsfirma in Karachi und Schmiergeldzahlungen.

“Ich habe Richter van Rumbeke erklärt, dass es meines Erachtens keinen Zusammenhang zwischen dem Sprengstoffanschlag in Karachi und der von Präsident Chirac angeordneten Einstellung von Provisionszahlungen gibt”, sagte de Villepin nach seiner Einvernahme.

de Villepin sagte nach Angaben seines Anwalts aus, er glaube, dass ein Teil der Provisionen für den U-Boot-Verkauf in die Wahlkampfkasse des damaligen Premierministers Edouard Balladur geflossen sei. de Villepin hatte selbst um die Vernehmung ersucht. Präsident Chirac hatte nach seinem Wahlsieg über Balladour die Provisionszahlungen eingestellt, weil er vermutete, dass sein politischer Rivale Balladur von ihnen profitierte. Jahre später wurden dann elf Franzosen bei dem Anschlag in Karachi getötet.