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CERN-Forscher rücken dem Urknall zu Leibe

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CERN-Forscher rücken dem Urknall zu Leibe

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Ein großer Schritt für CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung: Den Wissenschaftlern im Schweizerischen Genf ist es erstmals gelungen, in ihrem riesigen

Hadronen-Speicherring, dem LHC-Teilchenbeschleuniger, für den Bruchteil einer Sekunde den Urstoff des Universums zu erzeugen, so, wie er Bruchteile von Sekunden nach dem Urknall existierte. Gegenüber Euronews gab die Direktorin des “Atlas” genannten Programms die Nachricht bekannt: “In meinem Experiment “Atlas” haben wir erstmals das sogenannte Jet Quenching Phänomen beobachtet. Im großen LHC-Teilchenbeschleuniger wird dichte Materie unter sehr hohen Temperaturen erzeugt, ein Zustand, der identisch ist mit dem 10 Mikrosekunden nach dem Urknall.” Das LHC-Programm bezeichnete sie als ein sehr wichtiges, physikalisches Programm: “Es erlaubt uns, Antworten auf ganz grundlegende Fragen zu erhalten und Rätsel anzugehen, die wir noch nicht verstehen. Besonders interessant für mich ist es herauszufinden, woraus die Dunkle Materie im Universum besteht. Wir wissen, dass 20 Prozent des Universums aus einer Materie besteht, die nicht der entspricht, die wir kennen. Also die, aus der wir bestehen,” so die Forscherin. Bei dem Experiment jagten die Forscher Blei-Ionen aufeinander, es entstand eine Temperatur, die 100 000 Mal höher war als die des Sonnenkerns.

Erst jüngst war es den Wissenschaftlern gelungen, einen Mini-Urknall und Antiwasserstoff zu erzeugen.