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Die zwei Koreas giften sich weiter an, China will Ruhe

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Die zwei Koreas giften sich weiter an, China will Ruhe

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Hardliner in Südkorea fordern weiter Rache für die Artillerieattacke des Nordens vom

vergangenen Dienstag. Hier demonstrieren gut tausend Veteranen des Korea-Kriegs.

Bei dem Granatenangriff auf eine südkoreanische Insel im Gelben Meer waren vier Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Zivilisten.

Für Ahn Hee-kyeong vom Verband der Marineveteranen ist der Kalte Krieg noch keineswegs Geschichte:

“Das ist eine Herausforderung für unsere Marine. Wir von der Marine gehen voran. Wir zahlen diesen nordkoreanischen Marionetten unbarmherzig alles zurück und zwar hunderte Mal härter.”

Hunderte Menschen kamen zur Trauerfeier

für die zwei Soldaten, die bei dem nordkoreanischen Artillerieangriff getötet worden waren. Auch hier forderte Marinekommandant Yoo Nak Jun vor den Trauergästen Rache.

Völkerrechtlich sind die beiden Koreas seit rund 60 Jahren im Kriegszustand. Die UNO definierte nach dem Koreakrieg 1953 eine Grenze im Gelben Meer. Nordkorea erkennt sie nicht an. In der Nähe liegt die beschossene Insel.

Während sich der US-Flugzeugträger George Washington zu einem geplanten viertägigen Manöver nähert, kämpft Chinas Außenminister Yang Jiechi am Telefon. Nach Seelenmassage bei Spitzendiplomaten aus Pjöngjang und Seoul rief er Kollegin Hilary Clinton in Washington an.

Zuvor hatte sich Peking kritisch zu den

Manöverplänen im Gelben Meer geäußert.