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Katalonien wählt - Test für Zapatero

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Katalonien wählt - Test für Zapatero

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Die spanische Region Katalonien wählt an diesem Sonntag ein neues Parlament. Laut Umfragen dürften die fünf Millionen Wahlberechtigten der Regierungs-Koalition aus Sozialisten, Linksrepublikanern und Grünen eine

Wahlschlappe beibringen. Die Abstimmung gilt als Test für die angeschlagene sozialistische Regierung Spaniens unter Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero.

Die Nationalisten sind die stärkste Partei in Katalonien – ein Zweckbündnis hielt sie von der Macht fern.

Artur Mas von den bürgerlichen Nationalisten (CiU):

“Wenn der Staat schon wichtig ist, dann ist das Land noch wichtiger. Denn ein Staat ist ein Verwaltungs-Gebilde, eine künstliche Schöpfung.”

Gegen diesen Lokalpatriotismus hat es Kataloniens Ministerpräsident José Montilla schwer –

Der in Andalusien geborene und mit sechzehn nach Katalonien eingewanderte Sozialist muss sich auf herbe Verluste gefasst machen.

Montilla (PSC):

“Die anderen werden nicht gewinnen, weil Katalonien nicht rechtslastig ist. Es ist nicht separatistisch. Die Mehrheit der Katalanen verteidigt das Autonomiestatut und will die soziale Gerechtigkeit voranbringen.”

Ein Teil des Wählerfrusts ist mit der wirtschaftlichen Misere Spaniens zu erklären; die Krise hat auch die wettbewerbsorientierte und wirtschaftlich stärkste Region

im Nordosten des Landes voll erfasst.