Eilmeldung

Eilmeldung

Beratungen über Irland-Hilfen - Künftig Beteiligung privater Investoren

Sie lesen gerade:

Beratungen über Irland-Hilfen - Künftig Beteiligung privater Investoren

Schriftgrösse Aa Aa

In Brüssel haben die Finanzminister der Eurozone über Details des Rettungspakets für Irland beraten. Die französische Ressortchefin Christine Lagarde bestätigte den Umfang von 85 Milliarden Euro. Umstritten war der Zinssatz für die Anleihen aus dem Euro-Rettungsfonds.

Die Regierung in Dublin war zur Annahme der Hilfen nahezu gedrängt worden, um die Talfahrt des Euro zu stoppen: “Wir bemühen uns, um eine Lösung und ich hoffe, dass ab morgen die Finanzmärkte wieder sicher sind, dass der Euro eine stabile, zukunftssichere Währung ist”, sagte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble.

Am Hilfspaket sind auch die Nicht-Euro-Länder Großbritannien, Schweden und Dänemark sowie der Internationalen Währungsfonds beteiligt. Knapp ein Fünftel steuert Irland selbst bei.

Außerdem wurde über in Brüssel über einen dauerhaften Krisenmechanismus beraten. Auf Initiative Frankreichs und Deutschlands sollen sich auch private Investoren daran beteiligen. Der Euro-Rettungsfonds läuft 2013 aus. Irland nimmt als erstes Land Hilfen daraus in Anspruch.

Die niedrigen Unternehmenssteuern darf Irland trotz Kritik beibehalten. Doch das Land muss einen radikalen Sparkurs fahren, um die Neuverschuldung des Haushalts von derzeit über 30 auf die maximal erlaubten 3 Prozent des Bruttoinlandprodukts zu drücken.

Am Samstag waren in Dublin zehntausende Menschen gegen die Einschnitte auf die Straße gegangen. Der Sparkurs soll in den kommenden vier Jahren Einsparungen von 15 Milliarden Euro bringen. Er sieht einen Stellenabbau im öffentlichen Dienst, eine Kürzung von Renten und Mindestlohn sowie das Ende der kostenlosen Trinkwasserversorgung vor.