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Erdbeben, Cholera, Chaos, Gewalt - Haiti wählt trotzdem

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Erdbeben, Cholera, Chaos, Gewalt - Haiti wählt trotzdem

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Gut viereinhalb Millionen Haitianer bestimmen

einen neuen Präsidenten und ein neues

Parlament – die Wahl findet unter extrem schwierigen Bedingungen statt.

Erdbeben, Cholera, Chaos – viele Wähler können einfach nicht mehr.

Selbst Politiker warnen mittlerweile vor Wahlmanipulationen. So sollen bereits mehrere hunderttausend gefälschte Stimmzettel in Wahllokalen verteilt worden sein.

Dazu kommt Gewalt – die Partei von Präsident

René Préval und seinem Kandidaten Jude Celestin, einem Unternehmer, war in die meisten Zwischenfälle verwickelt.

Kandidat Michel Martelly, ein Musiker, wurde bei der Abschlusskundgebung seines Wahlkampfes

von Unbekannten angegriffen.

Präsident Préval durfte nicht wieder zur Wahl antreten. Um seine Nachfolge bewerben sich

18 Kandidaten. Favoritin ist Mirlande Manigat, eine Ex-Präsidentengattin.

Erste Ergebnisse werden nicht vor Montag erwartet.

Erringt keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit, kommt es zur Stichwahl.

Die neue Regierung soll den Wiederaufbau einleiten, Hilfen in Höhe von umgerechnet 7,5 Milliarden Euro sind zugesagt.