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EU einig über Rettungspaket für Irland

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EU einig über Rettungspaket für Irland

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Die 16 Finanzminister der Eurozone beraten in Brüssel über letzte Details des Rettungspakets für Irland. Frankreichs Ressortchefin Lagarde bestätigte zuvor den Umfang von 85 Milliarden Euro. Ursprünglich war nur eine Telefonkonferenz geplant gewesen. Vor allem Frankreich und Deutschland sollen aber auf ein persönliches Treffen gedrängt haben. In Brüssel mit dabei sind auch Vertreter von Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds.

Am Nachmittag sollen dann die elf Finanzminister der Nicht-Euro-Staaten über das Ergebnis informiert werden. Details werden vor Öffnung der asiatischen Finanzmärkte erwartet.

In Dublin hatten gestern zehntausende Menschen gegen das radikale Sparprogramm der irischen Regierung demonstriert. Sie will damit die Neuverschuldung drastisch senken – von derzeit über 30 Prozent auf die in der Eurozone maximal erlaubten 3 Prozent des BIP.

Das Paket soll in den kommenden vier Jahren Einsparungen von 15 Milliarden Euro bringen. Es sieht einen Stellenabbau im öffentlichen Dienst, eine Kürzung von Renten und Mindestlohn sowie das Ende der kostenlosen Trinkwasserversorgung vor. Die niedrigen Unternehmenssteuern sollen aber bestehen bleiben.

Umstritten war zuletzt die Höhe des Zinssatzes, den Dublin für die Anleihen aus dem Euro-Rettungsfonds zahlen muss. Unbestätigte Meldungen, wonach für Irland ein deutlich höherer Zinssatz (6,7 Prozent) als für Griechenland (5,2 Prozent) gelten soll, hatten auf der Straße laute Protesten hervorgerufen.