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Wahlen in Elfenbeinküste

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Wahlen in Elfenbeinküste

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Alassane Ouattara oder Laurent Gbagbo? Darum geht es bei der Stichwahl an diiesem Sonntag im westafrikanischen Land Elfenbeinküste. In der ersten Runde zur Präsidentenwahl hatte der amtierende Präsident Gbagbo 38 Prozent der Stimmen erhalten, der ehemalige Regierungschef Alassane 32. Er wird vor allem von den einstigen Rebellen im Norden des Landes unterstützt. Seit 2007 sind auch sie in einer Regierung der nationalen Einheit im Parlament vertreten. Die beiden Kandidaten hatten sich in den vergangenen Tagen gegenseitig Putschversuche vorgeworfen. Mindestens drei Menschen wurden bei Auseinandersetzungen im Vorfeld der Wahl getötet. Jetzt hat Gbagbo eine bis Mittwoch geltende Ausgangssperre verhängt. Sie gilt zwischen zehn Uhr abends bis sechs Uhr am Morgen. Armeechef Philippe Mangou sagte, wenn man keine Vorsichtmaßnahmen treffe, könne es zu einem Zustand allgemeiner Verunsicherung kommen, der schließlich zu destabilisierenden Aktionen führen könne. Gbagbos Amtszeit war bereits 2005 abgelaufen. Wegen zahlreicher Probleme bei der Wahlvorbereitung und innenpolitischer Spannungen

wurde die Präsidentenwahl aber mehrfach verschoben. Die Wahlen gelten als wichtiger Schritt im Friedensprozess nach dem 2003 beendeten

Bürgerkrieg und bei der Überwindung der Teilung des Landes.