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Fast 300 unbekannte Picassos aufgetaucht

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Fast 300 unbekannte Picassos aufgetaucht

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271 bislang unbekannte Werke von Picasso sind in Frankreich aufgetaucht. Rund 60 Millionen Euro sollen sie Wert sein, falls sie echt sind. Daran hat der Sohn Picassos, Claude, kaum Zweifel. Wohl aber an der Herkunft.

Der Elektriker Pierre Le Guennec, 71 Jahre alt, hatte in 70er Jahren in Picassos Häusern Alarmanlagen installiert. Er will die Bilder vom Künstler und dessen Frau Jacqueline geschenkt bekommen haben. Im Januar hatte er sich an Picassos Sohn gewandt, der ihm die Echtheit bestätigen sollte.

Die Nachlassverwaltung aber erstatte Anzeige wegen Hehlerei. Denn viele der Werke sind nicht datiert, signiert, gewidmet – untypisch für Picasso. Außerdem, sagt der Anwalt der Nachlassverwaltung Jean-Jacques Neuer, gebe es keinen Hinweis auf eine große Freundschaft zwischen dem Elektriker und dem Künstler. Die Collagen, Aquarelle und Zeichnungen wurde beschlagnahmt und lagern nun in einem Tresor.

Der in Spanien geborene Picasso starb 1973 in Südfrankreich. Experten schätzen sein Oeuvre auf mehr als 20 000 Werke. Zwar galt der Künstler als großzügig, er soll sich aber auch nur schwer von Werken getrennt haben.