Eilmeldung

Eilmeldung

Tote nach Stichwahl in der Elfenbeinküste

Sie lesen gerade:

Tote nach Stichwahl in der Elfenbeinküste

Schriftgrösse Aa Aa

In der Elfenbeinküste bleibt die Stimmung nach der Präsidentschaftsstichwahl angespannt. Mindestens fünf Sicherheitskräfte sollen bei Zusammenstößen mit Bürgern, die sich an der Stimmabgabe gehindert fühlten, ums Leben gekommen sein.

Die Wahlkommission wollte im Lauf des Tages erste Teilergebnisse bekanntgeben.

Die Wahl, die jahrelang verschoben worden war, sollte die Teilung des Landes zwischen den Rebellengebieten im Norden

und dem von der Regierung geführten Süden überwinden. Doch droht sie, diese Teilung noch zu verschärfen: Denn bei der Stichwahl standen sich schließlich Amtsinhaber Laurent Gbagbo aus dem Süden und der vom Norden unterstützte Ex-Ministerpräsident Alassane Ouattara in einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegenüber. Beide hatten in der ersten Runde mit 38 und 32 Prozent schon recht nah beieinander gelegen. Anhänger beider Seiten warfen sich gegenseitig Wahlbehinderungen vor.

Der Chef der EU-Beobachtermission bestätigte, dass es stellenweise Barrikaden und Ähnliches gegeben habe, um Bürger an der Stimmabgabe zu hindern.