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Wenig Reaktion auf Irland-Rettungspaket

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Wenig Reaktion auf Irland-Rettungspaket

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An den Börsen hat sich die Rettungsaktion für Irland kaum bemerkbar gemacht. Der Euro war heute

morgen gegenüber dem US-Dollar wieder soviel wert

wie noch am Freitagabend, vor der Aktion.

In Frankfurt stieg der Aktienindex Dax nach Handelsbeginn auf einen neuen Höchststand seit zweieinhalb Jahren, hat diese Gewinne aber seitdem

wieder eingebüßt. In Tokio legte die Börse zum Handelsschluss zu; das hat aber vor allem mit einer

Abschwächung des Yen zum Dollar zu tun.

Für die Verantwortlichen in den Euroländern ist mit der Irlandhilfe nun alles in Ordnung gebracht, der Fortbestand des Euro gesichert. Ihn in Frage zu stellen könne keines der Euroländer wollen, sagt Frankreichs Notenbankchef Christian Noyer, als solcher auch im EZB-Rat. Das sei ein für alle Mal vom Tisch.

85 Milliarden Euro liegen im Hilfspaket für das hoch verschuldete Irland. EU-Kommission und Währungsfonds beteiligen sich, dazu der neu gegründete Euro-Rettungsfonds – und auch Irland selbst, das seine Rentenreserven angreift. Deutschland muss dabei für sechs Milliarden Euro bürgen, Österreich für achthundert Millionen.

Bleiben noch die Spekulationen darüber, ob jetzt Länder wie Portugal oder sogar das viel größere Spanien ins Wanken geraten könnten und ebenfalls gerettet werden müssten.

Spekulationen gebe es eben, und man müsse damit leben, sagt Spaniens Wirtschaftsministerin Elena Salgado. Das gelte auch für den Wunsch einiger

Anleger, schnelles Geld zu verdienen. Spanien wisse

aber, dass es seine Finanzregelungen noch verbessern müsse.