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Wikileaks bringt US-Diplomatie in die Klemme

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Wikileaks bringt US-Diplomatie in die Klemme

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Ärger für das Weiße Haus in Washington: Die Enthüllungswebsite Wikileaks will 250 000 Botschafterberichte des US-Außenministeriums veröffentlichen und hat sie teilweise an die Medien weitergeleitet. So schreiben die New York Times nach Akteneinsicht, die USA ließen ihre Diplomaten verstärkt im Ausland spionieren. Der Londoner Guardian hebt hervor, dass Saudia Arabien den USA einen Krieg gegen den Iran wegen dessen Atomprogramm nahelegte. Laut dem deutschen Spiegel enthüllen die Depeschen die Weltsicht der USA und geben Auskunft darüber, wie diese ihren globalen Einfluss wahren wollen. Le Monde aus Frankreich erklärt auf Grundlage der Berichte, wie Israel die USA zu einer entschiedenen Haltung gegenüber dem Iran drängten. El País aus Spanien schreibt, dass US-amerkianische Diplomaten ihre Kollegen bei der UNO und deren Generalsekretär ausspionierten. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte die deutsche, aber auch andere Regierungen auf die Enthüllung im Internet vorbereitet. Jetzt dürfte Diplomatie gefragt sein, denn soweit bekannt, sind die Inhalte der Dokumente bisweilen wenig schmeichelhaft.