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Selbstmord: Filmemacher Mario Monicelli tot

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Selbstmord: Filmemacher Mario Monicelli tot

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Eine der großen Gestalten des italienischen Films ist tot: Mario Monicelli stürzte sich aus dem fünften Stock eines römischen Krankenhauses, in dem er wegen Prostatakrebs behandelt wurde.

Monicelli war 95 Jahre alt. Gut sechzig Jahre davon drehte der Regisseur Filme. Schon bald wurde er in einem Atemzug genannt mit Fellini, Antonioni oder Visconti. Im Gegensatz zu ihnen stand er aber für die italienische Nachkriegskomödie, die Komödie “all’italiana” – mit weit zurückreichenden Vorbildern.

“Die italienische Komödie hat es immer schon gegeben”, sagte Monicelli in einem Gespräch vor zwei Jahren. “Sie ist unsere Art, die Wirklichkeit zu zeigen, unsere Gesellschaft, unsere Sehnsüchte, unsere Verzweiflung. Wir nehmen das Komische und vermischen es mit Elend, Tod und Leid: So wie es auch die Commedia dell’arte macht.”

Zu Monicellis Filmen gehören Klassiker wie “Man nannte es den großen Krieg”, die Totò-Filme oder “Amici miei” – “Ein irres Klassentreffen” über vier Männer, die einfach nicht erwachsen werden wollen und immer weiter ihre Streiche verüben: Filme, die auch nach Jahrzehnten unvergessen sind.