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Spannung nach Haiti-Wahl

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Spannung nach Haiti-Wahl

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Trotz Protesten und Beschuldigungen: Die Wahlbeobachter in Haiti sehen die Abstimmung über das Parlament und über den neuen Staatspräsidenten als gültig an.

Die Beobachter von der Organisation Amerikanischer Staaten haben Unregelmäßigkeiten festgestellt, durchaus auch ernster Natur: Für sie ist aber die Frage, ob diese Unregelmäßigkeiten die Wahl ungültig machen könnten. Ihr Leiter Colin Granderson sagt: Nicht unbedingt.

Etliche Bewerber für das Präsidentenamt hatten nach der Wahl – oder auch schon vor Abstimmungsende – von Betrug gesprochen und eine

Annullierung verlangt. Mirlande Manigat gehörte dazu, ebenso wie Michel Martelly: Die beiden waren in den Umfragen unter den aussichtsreichsten Bewerbern.

Sie haben die Forderung nach einer Annullierung nun aber wieder zurückgenommen und wollen erst einmal die Auszählung abwarten. Die Wahlbeobachter haben kritisiert, dass viele Kandidaten mit ihren Betrugsvorwürfen so schnell bei der Hand waren.

Auf eine stabile Regierung hoffen die Haitianer, aber auch westliche Länder: Sie wollen nach dem schweren Erdbeben vom Jahresbeginn verlässliche Ansprechpartner für die Hilfe haben. Wahrscheinlich kommt es vorher aber noch zu Stichwahlen: Sie würden dann Mitte Januar stattfinden.