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US-Soldaten gegen Diskriminierung Homosexueller

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US-Soldaten gegen Diskriminierung Homosexueller

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“Don’t ask, don’t tell”, so wird das Gesetz für die US-Streitkräfte genannt, nach dem Homosexuelle zwar in der Armee der Vereinigten Staaten dienen können, aber nur, solange sie ihre Neigung unter Verschluss halten. Jetzt stellte US-Verteidigungsminister Robert Gates eine Umfrage vor, nach der zwar nicht alle, aber immerhin die meisten Soldaten für die Abschaffung des Gesetzes sind. Gates sagte: “Die Sorgen der Soldaten, die in der Umfrage deutlich werden, stellen meiner Ansicht nach kein unüberwindbares Hindernis bei der Abschaffung von don’t ask don’t tell dar. Wir können und wir sollten es tun.” Die hochdekorierte Soldatin Stacy Vasquez etwa wurde nach den derzeit geltenden Regeln nach 12 Jahren Militärdienst aus der Armee entlassen. Jemand habe sie eine Frau küssen sehen und dies ihrem Vorgesetzten gemeldet, sagt sie. Und weiter: “Eines der Missverständnisse bei don’t ask don’t tell ist, dass ich, solange ich nichts sage, angeblich keine Probleme habe. Aber in Wirklichkeit können ja auch andere Leute etwas sagen, also lebt man in ständiger Furcht.” Laut der Umfrage sind, je nach Einheit, 40 bis 70 Prozent der befragten Soldaten für die Aufhebung des Banns. Besonders reine Männertrupps zeigten sich aber noch skeptisch.