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Warum Ägyptens EU-Botschaft Starthilfe braucht

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Warum Ägyptens EU-Botschaft Starthilfe braucht

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Kairo, Ägypten. Von hier aus haben viele europäisch-ägypthischen Projekte ihren Anfang genommen. Hier ist der Sitz der EU-Delegation. Obwohl die wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit seit kurzem zugenommen haben, treten die politischen Bemühungen zwischen auf der Stelle. So blieb der Versuch, ein zweites Gipfeltreffen der Mittelmeerunion abzuhalten, bisher erfolglos.

Der EU-Botschafter Marc Franko in Kairo erklärt: “Es handelt sich hierbei um einen interaktiven Prozess: Indem die Region befriedet wird, wird der Dialog zwischen Europa und dem Mittelmeer gefördert. Der könnte auch dazu beitragen, Frieden in Nahost zu schaffen. Das Problem der Mittelmeerunion ist allerdings, sich auf politischer Ebene zu organisieren, um sich zu treffen und der Union neue Impulse zu geben.”

Die neue Rolle, die Brüssel in Nahost spielen will, sieht man in Kairo sehr kritisch. Die beiden Besuche der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton gaben zwar Anstöße, allerdings spielt die EU bei den israelisch-palästinensischen Gesprächen, die durch Washington geführt werden, keine aktive Rolle.

Der euronews-Korrespondent in Kairo Mohammed Hilamy zieht Bilanz: “Obwohl die Institutionen und Positionen, die von Brüssel geschaffen wurden, der EU größeren Einfluss in Nahost verschaffen sollen, kann davon ein Jahr seit Inkrafttreten des Reformvertrags von Lissabon noch nicht die Rede sein.