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Der Traum vom Turm zu Babel

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Der Traum vom Turm zu Babel

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Weltweit gibt es mehr als tausend verschiedene Sprachen. Wer viele Sprachen beherrscht hat es einfacher, doch wieviele kann man überhaupt lernen?

Viele Menschen arbeiten an ihren Sprachkenntnissen, um eines Tages mehrsprachig zu sein. Doch während manche Sprachen sich ausbreiten, verschwinden viele Mundarten.

Heute beherrschen nur noch 80.000 Iren die Sprache ihrer Ahnen, die ein von der EU anerkanntes kulturelles Erbe ist.

In einer Schule in der Nähe von Dublin wird das irische Erbe hochgehalten. Hier lernen die Kinder Gälisch, die 3.000 Jahre alte irische Sprache. In Dublin drücken auch Erwachsene die Schulbank, um die Sprache der Kelten zu beherrschen.

Das Großherzogtum Luxemburg hat drei offizielle Sprachen: französisch, deutsch und luxemburgisch. Das kleine Land kann sich so im internationalen Wettbewerb behaupten und aus seiner Mehrsprachigkeit Gewinn machen.

Doch die Sprachen werden den Kindern nicht in die Wiege gelegt. Wer wirklich mehrsprachig sein will muss lernen und üben. In der ersten Klasse wird auf Deutsch unterrichtet, ab der zweiten Klasse kommt Französisch hinzu. Stück für Stück wird Französisch zur wichtigsten Unterrichtssprache. Englisch ist in dem System die erste Fremdsprache, die die Schüler lernen müssen. Kinder aus dem Ausland sind anfangs von dieser Sprachenvielfalt überfordert.

Minako Nakashima lebt seit vier Jahren in Frankreich, doch sie ist dem japanischen Lebensrhythmus treu geblieben. Jeden Morgen steht sie um fünf Uhr früh auf.

Minako ist die Leiterin der japanischen Sektion an der Cite scolaire internationale in Lyon. Die Schule hat sich mit ihren acht Sektionen einen Namen gemacht und zählt mehr als 2.000 Schüler.