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Europa weiter im Griff der Kälte

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Europa weiter im Griff der Kälte

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Der Winter hat weite Teile Europas weiter im Griff. Schon seit Tagen kämpfen zum Beispiel die Briten mit unüblicher Kälte. Autos, Busse, Züge, alles ist betroffen – auch Flughäfen. Gatwick, der zweitwichtigste Londoner Flughafen, war den ganzen Tag geschlossen. Erst Freitag früh soll wieder geflogen werden – vielleicht.

Die Regierung sieht sich wegen mangelhafter Räumtätigkeit jetzt schon Vorwürfen ausgesetzt: Verkehrsminister Philip Hammond verteidigt sich aber: Ganz Nordwesteuropa sei betroffen; es falle eben einfach so viel Schnee. So sehr man in Gatwick auch geräumt habe, es sei immer noch nicht sicher.

Viel Schnee und vor allem klirrende Kälte finden sich weiter östlich: In Polen zum Beispiel sind inzwischen achtzehn Menschen erfroren, weitere Todesfälle gab es in Litauen und in Tschechien.

“Es fällt sehr schwer”, sagt eine Frau auf tief verschneiter Straße in Lodz; “nirgendwo ist geräumt.

Die Hausmeister schlafen wohl noch, und die Verantwortlichen genauso.”

In Deutschland sorgte neuer Schnee ebenfalls für Chaos, dazu kamen starker Wind und strenge Kälte.

In dieser Kälte wirkt auch Streusalz nur noch wenig.

Schneeverwehungen blockierten Straßen und Gleise;

an Eisenbahnknoten wie Frankfurt oder Leipzig ging nur noch wenig.

In der Schweiz haben nach tagelangem Chaos die Flughäfen wieder den Betrieb aufgenommen. Besonders hatte es Genf erwischt, dessen Flughafen

schon seit Dienstagabend gesperrt war: Hier mussten letzte Nacht wieder zweihundert Reisende in Zivilschutzräumen oder im Flughafen selbst campieren. Von den Start- und Rollbahnen wurden

zweitausend Lastwagenladungen Schnee entfernt. Auch in Basel oder Bern wird wieder geflogen. Auf den Schweizer Autobahnen herrschte heute wieder freie Fahrt.