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FIFA-WM-Votum unter Korruptionsvorwürfen

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FIFA-WM-Votum unter Korruptionsvorwürfen

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Ungeachtet neuer Bestechungsvorwürfe will die FIFA an diesem Donnerstag in Zürich über die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 entscheiden. Zwei Mitglieder des Exekutivkomitees wurden nach Berichten über versuchten Stimmenverkauf bereits vom Votum ausgeschlossen. Die jüngsten Bestechungsvorwürfe richten sich gegen drei Schwergewichte im Komitee, die Brasilien, Südamerika und Afrika vertreten.

Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International forderte, das Votum zu verschieben:

“Diese Vorwürfe haben den Entscheidungsprozess derart diskreditiert, dass unter diesen Umständen jede Entscheidung nur die Kontroverse noch anheizen würde”, erklärt Anne Schwobel vom Schweizer Zweig der Organisation.

Die Komiteemitglieder sollen Bestechungsgelder der Vermarktungsagentur ISL angenommen haben. Sie haben die Vorwürfe zurückgewiesen. Der Weltfußballverband erklärte, es handele sich um alte Anschuldigungen, denen die Justiz bereits nachgegangen sei.

Eins der vom Votum ausgeschlossenen Mitglieder will gegen die Suspension vorgehen, womit das Votum nach Einschätzung von Juristen ungültig werden könnte.