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Neuer Präsident soll Aufstieg sichern

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Neuer Präsident soll Aufstieg sichern

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Vier Tage nach der Stichwahl bei den Präsidentschaftswahlen in der Elfenbeinküste lag das Ergebnis endlich vor. Nun hoffen Oppositionsanhänger, dass mit der Wahl von Alassane Ouattara das Land wieder aufblüht.
Der frühere Regierungschef und der amtierende Präsident Laurent Gbagbo hatten sich bis zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert.
 
Gbagbo hatte nach der Wahl beim obersten Gericht beantragt, dass die Ergebnisse nicht veröffentlicht werden. Sein Argument: Rebellen unterstützten seinen Rivalen.  
 
Ihre Rivalität, aus der Feindschaft wurde, geht bis ins Jahr 2000 zurück. Damals gewann Gbagbo die Wahlen, jedoch war Ouattara nicht zugelassen worden, weil seine Mutter aus einem Nachbarland kommt und seine Staatsangehörigkeit damit nicht galt.
 
2002 versuchten Dissidenten Gbagbo zu stürzen. Der Putsch scheiterte, aber die Rebellen konnten den Norden des Landes an sich reißen. Seitdem ist die Elfenbeinküste gespalten.
 
Etwas weniger als die Hälfte sind Muslime wie Outtara und etwas weniger als die andere Hälfte sind Christen wie Gbagbo. Aber bis in die späten neunziger Jahre war dies kein politisches Argument.  
 
Bis dahin war das Land wirtschaftlich gut gestellt. Die Elfenbeinküste war der weltgrößte Kakao-Produzent. Zudem exportierte sie auch andere exotische Produkte wie Bananen oder Ananas. Die Holzexporte standen für die blühende Landwirtschaft ebenso wie der modernste Hafen zwischen Casablanca und Kapstadt. Dieser verschaffte dem Land den Spitznamen “Wirtschaftslokomotive von Ostafrika”
 
Aber die Vorteile des Landes schwinden: Seitdem die politischen Spannungen in den späten Neunzigern begonnen haben, stieg die Armutsrate an. Die Kakao-Produktion fiel dramatisch ab.
 
Die jüngste Wahl sollte eine neue Ära einläuten. Das Land steuert mit der Abwahl des amtierenden Präsidenten in neue Gefilde.