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Südkorea wusste vorher vom Angriff aus dem Norden

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Südkorea wusste vorher vom Angriff aus dem Norden

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Der südkoreanische Geheimdienst wusste offenbar schon früher von dem geplanten Angriff des Nordens auf eine Insel im Grenzgebiet. Darauf wurde Kritik an der Regierung laut, die Bewohner nicht ausreichend geschützt zu haben. Entsprechende Hinweise habe es schon im August gegeben, teilte der Geheimdienstchef am Mittwoch Abgeordneten bei einem Hintergrundgespräch mit. Die Spione gingen demnach von einer Bedrohungssituation aus, wie sie zwischen beiden Staaten Routine ist.

Die südkoreanische Armee bereitet derweil neue Übungsmanöver an knapp dreißig Standorten in der nächsten Woche vor, darunter auch auf den Inseln im umstrittenen Grenzgebiet. Ein gemeinsames Manöver mit den USA wurde am Mittwoch beendet, nun starten die Amerikaner in der Region ein gemeinsames Manöver mit Japan.

Der Süden rechnet mit weiteren Angriffen Nordkoreas. Nach Hinweisen des Geheimdienstes erklärte der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Parlament: “Auch wenn die Hinweise nicht zu ernstlich sind, haben wir keinen Grund zum Aufatmen. Kürzlich gab es ein gemeinsames Manöver mit den USA, deshalb erwarten wir eine Provokation von Nordkorea.”

Die Stimmung gegen den Norden ist nach dem Angriff vor einer Woche aufgeheizt. Südkorea lehnte die Wiederaufnahme von Sechs-Parteiengesprächen an diesem Donnerstag erneut ab. Auch die USA und Japan reagieren zurückhaltend auf Chinas Drängen auf Krisengespräche. Russland zeigte sich dafür offen.