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Tote bei Wahlquerelen in der Elfenbeinküste

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Tote bei Wahlquerelen in der Elfenbeinküste

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In der Elfenbeinküste kocht die Stimmung: Mindestens acht Anhänger des Oppositionskandidaten Ouattara wurden in einem Büro seiner Partei von bewaffneten Männern getötet, als sie auf die Veröffentlichung des Präsidentschaftswahlergebnisses warteten. Laut Verfassung hätte dieses bis Mittwoch um Mitternacht verkündet werden müssen.

“Wir haben die ersten Schüsse gegen 22.45 Uhr gehört, mindestens dreißig Minuten lang. Nachdem sie die ersten umgebracht hatten, sind sie die Mauer hoch, um hierher zu kommen. Sie haben Tränengasbomben geworfen, so dass wir nicht entkommen und sehen konnten, was los ist. Als sie mit dem Töten fertig waren, machten sie sich davon”, berichtet ein Augenzeuge.

Zuvor war es zu Tumulten gekommen, als Anhänger von Ouattaras Gegner, Amtsinhaber Gbagbo, einem Sprecher der Wahlkommission die Teilergebnisse entrissen und damit davon liefen.

Die Anhänger beider Seiten werfen sich gegenseitig Wahlbetrug und Behinderungen bei der Stimmabgabe vor. Ouattaras Lager argwöhnt, Gbagbo wolle das Endergebnis zurückhalten, um seine Niederlage nicht eingestehen zu müssen. Dessen Amtszeit war schon vor fünf Jahren abgelaufen.