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Elfenbeinküste: "Gewalt ist unvermeidbar"

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Elfenbeinküste: "Gewalt ist unvermeidbar"

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Angesichts der Krise in der Elfenbeinküste sprach für euronews François Chignac per Telefon mit dem Präsidenten der “Konvention der Bürgergesellschaft der Elfenbeinküste”, Patrick N’gouan, in Abidjan:

Patrick N’gouan: “Wir stecken wieder in der Krise. Wir werden diese Krise niemals überwinden, wenn wir uns auf die Begehrlichkeiten und Launen von drei Leuten einlassen: die von Herrn Bedié, Herrn Ouattara und die von Herrn Gbagbo. Wir werden wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren. Das heisst, wir werden das Scheitern aller Friedensabkommen zugeben müssen.”

euronews: “Soll das heissen, Sie befürchten, dass es in den kommenden Tagen wieder zu Gewalt kommen wird?”

N’guoan: “Das ist unvermeidbar. Es ist traurig, das zu sagen, aber es ist unvermeidbar.”

en: “Und eine neue Teilung? Eine tiefere Teilung zwischen dem Norden und dem Süden des Landes?”

N’gouan: “Das ist absolut möglich. Herrn Ouattara den Sieg zuzusprechen wird zu einer neuen Krise führen, Herrn Gbagbo den Sieg zuzusprechen wird auch zu einer neuen Krise führen. Die einzige Lösung ist also, einen Konsens zu finden. So ist das, so sehe ich das.”

en: “Man sagt, dass internationale Fernsehsender in der Elfenbeinküste nicht mehr empfangen werden können, Journalisten können ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen. Was halten Sie davon?”

N’gouan: “Das ist wahr. Es gibt jetzt viele Einschränkungen der Freiheit wegen der Ausgangssperre, wegen des Verbots der ausländischen Presse und wegen des allgemeinen Misstrauens der Menschen. Hier hat jeder Angst. Es ist also klar, dass Journalisten sich nicht frei bewegen können und dass sie sehr besorgt sind.”