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Kein Ende der Proteste gegen Wahlen in Haiti

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Kein Ende der Proteste gegen Wahlen in Haiti

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In Haiti gehen die Auseinandersetzungen um die Wahlen vom Sonntag weiter. Rund 2000 Menschen forderten am Donnerstag eine Wiederholung des Urnengangs. Unter ihnen waren auch zwölf der 18 Präsidentschaftskandidaten. Neben dem Staatschef war auch ein neues Parlament gewählt worden. Der Leiter der UN-Mission Minustah, Edmond Mulet, drohte, die Blauhelme würden das Land verlassen, wenn der Volkswille nicht respektiert werde.

“Das ist inakzeptabel, das werden wir nicht schlucken!”, sagt ein Demonstrant. “Das war keine Wahl am 28. November. Die Wahlurnen waren vorher schon voll. Und 12 Wahllokale wurden geschlossen, weil die Urnen schon voll waren mit Stimmen für die Kandidaten, die die Regierung will.”

Der Zorn über die Unregelmäßigkeiten ist groß, mindestens zwei Menschen wurden bei Zusammenstößen getötet. Hinzu kommt die Wut über die Cholera: zwölf Menschen wurden laut Polizeiangaben gelyncht. Der provisorische Wahlrat gab Unregelmäßigkeiten zu, diese beträfen aber nur wenige Prozent des Stimmenaufkommens. Am Dienstag soll das Ergebnis bekannt gegeben werden. In jedem Fall wird mit einer Stichwahl gerechnet.