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Medwedew klagt über US-Zynismus

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Medwedew klagt über US-Zynismus

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Die Männerfreundschaft zwischen dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und Wladimir Putin, dem starken Mann Russlands, hat die Amerikaner beunruhigt. Das geht aus den WikiLeaks-Depeschen hervor. Putins Nachfolger im Präsidentenamt, Dmitri Medwedew, versuchte beim gemeinsamen Gipfeltreffen im südrussischen Krasnaja Poljana zu beschwichtigen: “Die WikiLeaks-Veröffentlichungen zeigen das Maß an Zynismus der Urteile und Einschätzungen, die in vielen Ländern vorherrschen, in diesem Fall bei den Vereinigten Staaten”, sagte er. Die Frage, die auch die italienische Opposition beschäftigt: Hat sich der Milliardär politisch von Geschäftsinteressen leiten lassen? Berlusconi dementierte: “Es gab nie irgendwelche persönlichen Interessen, unter gar keinen Umständen. Wir haben jeweils immer nur im Interesse unserer jeweiligen Völker gearbeitet.” Im Kern geht es um die russische Erdgas-Pipeline South Stream, an der der italienische Konzern Eni beteiligt ist. Die EU unterstützt vor allem das Konkurrenzprojekt Nabucco, das Russland umgeht.