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Ouattara akzeptiert Spruch des Verfassungsgerichts nicht

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Ouattara akzeptiert Spruch des Verfassungsgerichts nicht

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Der Verfassungsgerichtshof der Elfenbeinküste hat am Freitag das Präsidentschaftswahlergebnis umgekehrt. Der Verfassungsrat erklärte den amtierenden Präsidenten Laurent Gbagbo zum Sieger der Stichwahl. Nach tagelangen Verzögerungen hatte die Wahlkommission am Donnerstag gegen den Willen von Gbagbos Gefolgsleuten den ehemaligen Ministerpräsidenten und Rebellenführer Alassane Ouattara zum Sieger der Stichwahl erklärt.

Ouattaras Lager fühlt sich um den Wahlerfolg betrogen. Die Intervention des Gbagbo nahestehenden Präsidenten des Verfassungsrates werde man keinesfalls akzeptieren, kündigte der stellvertetende Wahlkampfchef Ouattaras, Amadou Gon Coulibaly, an: “2010 haben wir endlich die Wahlen organisiert, zu einem Zeitpunkt den Gbagbo festgelegt hat. Das war zum verfassungsrechtlich letztmöglichen Zeitpunkt und nun setzt Gbagbo noch einen drauf, in dem er das Land ins Chaos stürzen will. Das ist inakzeptabel”, sagte Coulibay.

In der Nacht zum Freitag hatten die Streitkräfte alle Grenzen des westafrikanischen Landes geschlossen. Ausländische Nachrichtensender konnten nicht mehr empfangen werden. Nach den Wahlen war es zu gewaltsamen Zusammenstößen von Anhängern beider Lager gekommen.