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Politische Unsicherheit in der Elfenbeinküste

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Politische Unsicherheit in der Elfenbeinküste

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Die Anhänger der Oppositon feiern, doch im westafrikanischen Staat Elfenbeinküste herrscht nach wie vor politische Unsicherheit und die Spannungen steigen.

Am Donnerstag hatte die Wahlkommission nach langem Hin und Her den Wahlsieg der Opposition verkündet, kurz danach musste das Ergebnis nach einem Spruch des Verfassungsgerichts allerdings wieder zurückgenommen werden.

Oppositionskandidat, Alassane Ouattara, hatte die Wahl mit 54 Prozent der Stimmen gegen Amtsinhaber Laurent Gbagbo gewonnen und geht davon aus, dass er die neue Regierung bilden wird:

Frieden, Vergebung, Versöhnung und Einheit, danach strebe er, sagte Ouattara.

Eigentlich wollte die Wahlkommission schon vor Tagen das Ergebnis verkünden, war aber immer wieder daran gehindert worden.

Die Armee schloss angesichts zunehmender Spannungen im Land die Grenzen. Auch ausländische Fernsehsender seien nicht mehr zu empfangen, so ein Militärsprecher.

Bei Auseinandersetzungen verfeindeter Gruppen kamen in den vergangenen Tagen mindestens zehn Menschen ums Leben.

Vertreter der Vereinten Nationen und der EU äußerten sich besorgt über die Situation und warnten vor neuer Gewalt. In der Elfenbeinküste sind 8000 Blauhelmsoldaten stationiert.

Laurent Gbagbo, dessen Amtszeit eigentlich schon seit 2005 zu Ende ist, hat seine Niederlage noch nicht eingestanden.