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Elfenbeinküste unter Hochspannung - Gbagbo will Amt nicht abgeben

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Elfenbeinküste unter Hochspannung - Gbagbo will Amt nicht abgeben

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In der Republik Elfenbeinküste spitzt sich die Lage zu. Wie das nationale Fernsehprogramm meldet, will sich der bisherige Präsident Laurent Gbagbo Samstag mittag für eine weitere Amtsperiode vereidigen lassen.

Die Wahlkommission hatte den Oppositionskandidaten Alassane Ouattara zum Sieger der Präsidentschaftswahl erklärt. Der Verfassungsgerichtshof kippte dieses Ergebnis – und erklärte Laurent Gbagbo zum Sieger. Jetzt fürchten Beobachter den Ausbruch von Gewalt.

Der ehemalige Ministerpräsident und Rebellenführer Ouattara hat vor allem den Norden des Landes hinter sich, das vor acht Jahren in einem Bürgerkrieg zu zerfallen drohte.

Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, US-Präsident Barack Obama, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Deutschland unterstützen das ursprüngliche Wahlergebnis, ebenso die Afrikanische Union.

Waffenträger gehen bereits in Stellung:

Die Regierungstruppen stünden für jeden Auftrag bereit, den ihnen Gbagbo gebe, so ihr Chef. Die Rebellengruppe “Forces Nouvelles” aus dem Norden stehen hinter Ouattara.

Was 10 000 UNO-Blauhelme vorhaben, ist offen.

Die Armee hatte in der Nacht zum Freitag alle Grenzen des Landes geschlossen. Ausländische Nachrichtensender sind nicht mehr zu empfangen.

Die Elfenbeinküste hat rund 20 Millionen Einwohner, verfügt über Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas, Coltan, Eisenerz und Nickel und ist der größte Kakao-Exporteur der Welt.