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Großbrand in Israel wütet weiter


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Großbrand in Israel wütet weiter

Der Großbrand im Norden Israels wütet weiter. Bisher sind mindestens 42 Menschen dabei ums Leben gekommen, 17.000 flüchten vor den Flammen. Inzwischen erreicht die Feuerwalze die Außenbezirke der Großstadt Haifa. Trotz des Einsatzes von 3000 Feuerwehrmännern und Soldaten ist es bislang nicht gelungen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Nach dem Hilferuf von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu rollt die internationale Hilfe an. Gut 20 Löschflugzeuge trafen in Israel ein, darunter auch zwei aus der Türkei. Netanjahu begrüßte persönlich auch Feuerwehrleute aus der Türkei, zu der Israel derzeit frostige Beziehungen unterhält.

Im Mai waren neun türkische Aktivisten getötet worden, als die israelische Küstenwache ein türkisches für den Gazastreifen bestimmtes Hilfsschiff aufbrachte.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bremste denn auch Hoffnungen darauf, dass die Beziehungen sich nun verbessern könnten. Man solle diesen Vorfall nicht mit anderen vermischen, sagte er.

Es sei bekannt, was die Türkei von Israel erwarte, und man habe klar gemacht, dass sich nichts ändern werde, solange Israel sich nicht offiziell entschuldige. Unterdessen trugen die Familien der Todesopfer vom Donnerstag ihre Angehörigen zu Grabe.

In Haifa wurden zwei Männer festgenommen, die versucht haben sollen, einen Brand zu legen. Verantwortlich für den Großbrand sind sie nach Angaben der Polizei aber nicht. Sie will nun klären, ob Brandstiftung die Ursache war.

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