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Misstöne in Cancun: Zukunft von Kyoto umstritten

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Misstöne in Cancun: Zukunft von Kyoto umstritten

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In Cancun haben hunderte Menschen die Regierungen der Welt zu mehr Engagement beim Klimaschutz aufgefordert. Die sitzen in der mexikanischen Stadt zusammen und am Ende der ersten Woche der jährlichen, großen Klimakonferenz, gibt es Misstöne.

Es geht um die Zukunft des 2012 auslaufenden Kyoto-Protokolls. Einige Länder, zum Beispiel Japan, wollen es nur fortführen, wenn auch für die größten Verursacher von Treibhausgasen, China und die USA, verbindliche Reduktionsziele gelten.

Ärmere Länder warnen hingegen vor einem Ende von Kyoto. Die Chefin der Delegation Venezuelas, Claudia Salerno, sagte: “Für uns sollte ein positives Ergebnis hier in Cancun die UN Klimakonvention und das Kyoto-Protokoll erhalten, wir denken, es kann verbessert, verstärkt werden, aber unter gar keinen Umständen zerstört.”

Die USA lehnen das Kyoto-Protokoll ab, weil es Entwicklungs- und Schwellenländer nicht zur Reduzierung ihrer Emissionen zwingt, darunter auch China. Washington wirbt hingegen dafür, mit freiwilligen Vereinbarungen weiterzukommen, und zwar auch bei anderen Themen wie dem Schutz der Wälder und finanziellen Hilfszusagen für ärmere Länder.