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Spaniens Regierung greift durch gegen wilden Fluglotsen-Streik

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Spaniens Regierung greift durch gegen wilden Fluglotsen-Streik

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Spanien hat weite Teile seines Luftraums gesperrt. Der Grund: Ein wilder Streik der Fluglotsen.

Ein Großteil der zivilen Flughäfen wurde geschlossen, etwa in Madrid, Barcelona, Mallorca, Menorca, Ibiza und den Kanarischen Inseln.

Die Folge: 2000 Flüge fielen aus, mindestens eine Viertelmillion Reisende verbringt ein langes Wochenende erst einmal am Boden.

Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero übertrug die Luftraumkontrolle per Dekret der Armee.

Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba:

“Die Regierung hat beschlossen, auch weiter alle vom Gesetz vorgesehenen Mittel einzusetzen. Wir wollen verhindern, dass eine Gruppe im Kampf um ihre Privilegien das Leben der Nation ernsthaft beeinträchtigt.”

Noch in der Nacht zum Samstag übernahm das Militär das Kommando über Kontrolltürme.

Damit sollten die zivilen Fluglotsen zur Arbeit gezwungen werden: Wer sich weigert, kann nach militärischem Recht des Aufruhrs angeklagt werden. Darauf stehen bis zu zehn Jahre Haft. Und der Job ist vermutlich auch weg.

Die Regierung hatte eine neue Dienstzeit-Regelung für Lotsen eingeführt. Daraufhin verließen neun von zehn den Arbeitsplatz.