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Europäischer Filmpreis: Polanskis "Ghostwriter" überstrahlt alle

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Europäischer Filmpreis: Polanskis "Ghostwriter" überstrahlt alle

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Roman Polanskis Polit-Thriller “Der Ghostwriter” hat beim Europäischen Filmpreis sechs Trophäen abgeräumt. Er gewann in der estnischen Hauptstadt Tallinn in den Sparten bester Film, Regie, Filmmusik, Drehbuch und Ausstattung. Der Hauptdarsteller, der Brite Ewan McGregor, wurde bester Schauspieler.

Roman Polanski bedankte sich aus dem Off in Paris.

“Ghostwriter” wurde in Deutschland gedreht und erzählt das Leben eines Tony-Blair-ähnlichen Politikers, der wegen seiner Rolle im Irakkrieg unter Druck geraten ist – aus der Sicht des Memoirenschreibers.

Bestes Erstlingswerk wurde “Lebanon” von Samuel Maoz – der israelische Regisseur und Drehbuchautor verarbeitet in dem Film seine eigenen tramatischen Erlebnisse im Libanon-Krieg vor knapp 3 Jahrzehnten:
„Im Libanon änderte sich mein Leben,” sagt er.

Zu sehen ist der Krieg mit den Augen einer Panzerbesatzung. Die vier wagen sich mit ihrem Gefährt hinter die feindlichen Linien und sehen dort die Folgen von Angriffen der eigenen Luftwaffe.

Der Hamburger Regisseur Fatih Akin, der mit seiner Komödie “Soul Kitchen” im Rennen um den besten Film war, ging dieses Mal leer aus, ebenso die Österreicherin Feo Aladag (“Die Fremde”), die als

europäische Entdeckung nominiert war. Der deutsche Szenenbildner Albrecht Konrad wurde für “Ghostwriter” ausgezeichnet.

Die Auszeichnung zur Förderung der europäischen Filmkultur wird seit 1988 vergeben. Schauplätze sind abwechselnd Berlin und eine andere Metropole – 2012 ist es Valletta, Hauptstadt von Malta.

Weitere Preisträger:

EUROPÄISCHE SCHAUSPIELERIN: – Sylvie Testud (“Lourdes”)

EUROPÄISCHER KAMERAPREIS: – Giora Bejach (“Lebanon”)

EUROPÄISCHER SCHNITT: – Luc Barnier & Marion Monnier (“Carlos – Der Schakal”)

EUROPÄISCHE DOKUMENTATION – Prix Arte 2010: – “Nostalgia for the Light” von Patricio Guzmán (Chile)

EUROPÄISCHER KURZFILM: – “Hanoi – Warsaw” von Katarzyna Klimkiewicz (Polen)

EUROPÄISCHER PUBLIKUMSPREIS: -“Mr. Nobody” von Jaco Van Dormael (Belgien)

EHRENPREISTRÄGER: – Bruno Ganz (Lebenswerk) und Gabriel Yared (Europäischer Beitrag zum Weltkino)