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Mbeki soll in der Elfenbeinküste vermitteln

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Mbeki soll in der Elfenbeinküste vermitteln

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Nach der Wahl ist die Elfenbeinküste tief gespalten. Nun soll der frühere südafrikanische Präsident Thabo Mbeki vermitteln. Ausgestattet mit einem Mandat der Afrikanischen Union traf er in Abidjan ein. Mbeki hatte bereits während des 2003 beendeten Bürgerkriegs in dem Land vermittelt.
 
Präsident Laurent Gbagbo hatte sich erneut vereidigen lassen. Obwohl der Oppositionskandidat Alassane Ouattara laut Wahlkommission die Präsidentenwahl vor einer Woche gewonnen hatte.
 
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich “tief besorgt”. Die Vereinten Nationen würden alles tun, um für Frieden und Sicherheit zu sorgen, tausende Blauhelme sind in der Elfenbeinküste stationiert. Das westafrikanische Land ist fast so groß wie Deutschland – und tief gespalten: Gbagbo hat im Süden seine Anhänger, Ouattara im Norden.
 
Seit Freitag sind die Grenzen geschlossen, Auslandssender werden gestört. Bisher kamen mindestens 15 Menschen bei Ausschreitungen im Zusammenhang mit der Wahl ums Leben. International wurde Gbagbos Vereidigung nicht anerkannt, deshalb will auch der Internationale Währungsfond nicht mit ihm zusammenarbeiten – eine zusätzliche Belastung für die hochverschuldete Elfenbeinküste.