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Betrugsvorwürfe in Ägypten

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Betrugsvorwürfe in Ägypten

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In Ägypten hat die regierende Nationaldemokratische Partei bei den Parlamentswahlen vorläufigen Auszählungen zufolge mehr als 92 Prozent der Stimmen erhalten. Nicht verwunderlich, denn die zwei wichtigsten Oppositionsparteien waren aus Protest bei der zweiten Runde am Sonntag nicht angetreten. Sie werfen der Partei von Präsident Hosni Mubarak Wahlbetrug vor.

Die oppositionelle Muslimbruderschaft, die bisher rund ein Fünftel der Sitze im Parlament innehatte, hatte im ersten Wahlgang kein Mandat gewonnen.

Insgesamt waren bei der Wahl 508 Parlamentssitze zu vergeben, zehn weitere verteilt Mubarak.

Im kommenden Jahr stehen in Ägypten Präsidentschaftswahlen an. Potentielle Kandidaten brauchen die Rückendeckung von mindestens 250 Abgeordneten des Parlaments. Da dieses nun fast ausschließlich aus Mubarak-Anhängern besteht, ist es nun unwahrscheinlicher denn je, dass irgendeine Form von Opposition sich durchsetzen könnte.