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EU fordert Gbagbo zum Rücktritt auf

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EU fordert Gbagbo zum Rücktritt auf

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Angesichts des Machtkampfs im westafrikanischen Land Elfenbeinküste wächst der internationale Druck auf Laurent Gbagbo, das Präsidentenamt aufzugeben. Nach Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, den USA und den Vereinten Nationen forderte nun auch die EU-Kommission Gbagbo zum Rücktritt auf. Eine Sprecherin kündigte in Brüssel Sanktionen an, sollte es keine rasche Lösung des Konflikts geben. Für die Afrikanische Union versucht der ehemalige südafrikanische Präsident Thabo Mbeki zu vermitteln. Er traf sich am Sonntag mit UN-Vertretern, mit Gbagbo und der Opposition in Abidjan. Oppositionskandidat Alassane Ouattara sagte, die Demokratie habe entschieden, dass er Präsident der Elfenbeinküste sei. Es sei wichtig, dass die Entscheidung des Volkes von allen akzeptiert werde und dass Laurent Gbagbo zurücktrete. Die Wahlkommission hatte Ouattara mit 54 Prozent der Stimmen zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt. Das Verfassungsgericht der Elfenbeinküste, das von einem Parteifreund Gbagbos geleitet wird, erkannte ihm aber den Sieg ab und sprach den Sieg Gbagbo zu. Die Präsidentenwahl sollte das Land nach dem 2003 beendeten Bürgerkrieg eigentlich einen und wieder zurück zur Normalität führen. Seit Bekanntgabe des Wahlergebnisses sollen bei Ausschreitungen aber schon 17 Menschen getötet worden sein.