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Zähe Gespräche mit dem Iran

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Zähe Gespräche mit dem Iran

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In Genf haben neue Gespräche mit dem Iran über sein umstrittenes Atomprogramm begonnen. Die Verhandlungen waren zuvor seit über einem Jahr unterbrochen: Die Europäische Union versucht jetzt, einen neuen Anfang zu finden. Dabei handelt sie im Auftrag der sonst üblichen Gesprächspartner, nämlich der fünf Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat und Deutschlands.

Zur gleichen Zeit beteuert Irans Außenminister, sein

Land wolle keine Kernwaffen. Man könne mit ihnen keine Probleme lösen, sie brächten nur Zerstörung, sagt Manuschehr Mottaki bei einem Besuch in Griechenland. Alle Länder der Welt, ohne Ausnahme,

sollten sie abschaffen.

Der Iran betreibt ein Kernforschungsprogramm und reichert dabei auch Uran an. Er besteht darauf, er wolle die Kernenergie nur zu friedlichen Zwecken nutzen. Westliche Staaten befürchten aber, dass sich der Iran auf diese Weise Kernwaffen verschaffen will.

Der Ton habe sich bei den Gesprächen wohl verschärft, berichtet Euronews-Reporter Nima Ghadakpour aus Genf. Dabei hätten die Iraner ihr Missfallen darüber geäußert, dass vor dem Anschlag auf zwei Kernforscher letzte Woche in Teheran deren Namen bekanntgeworden seien.

Einer der Wissenschaftler starb bei dem Anschlag. Der Iran macht dafür westliche Geheimdienste verantwortlich. Außerdem wirft er der Atomenergiebehörde IAEA vor, sie habe alle Namen aus dem Atomprogramm gekannt, die Angaben der beiden Männer aber nicht geschützt.