Eilmeldung

Eilmeldung

Atomstreit: Im Januar wird weiter geredet

Sie lesen gerade:

Atomstreit: Im Januar wird weiter geredet

Schriftgrösse Aa Aa

Die Verhandlungen des Westens mit dem Iran über dessen Atomprogramm sollen im Januar fortgesetzt werden: Das ist zunächst das einzig greifbare Ergebnis nach einer zweitägigen Gesprächsrunde in Genf. Beide Seiten hielten an ihren Forderungen fest – aber sie wollen immerhin im Gespräch bleiben.

“Wir und der Iran haben vereinbart, Ende Januar in Istanbul weiter zu verhandeln. Dort werden wir über praktische Vorschläge und Kooperationsmöglichkeiten beraten, um unsere Kernprobleme in der Atomfrage zu lösen”, erklärte im Anschluss die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton, die die westliche Delegation leitete.

Irans Präsident Mahmud Achmadinedschad, der in der Heimat geblieben war, zeigte sich hingegen hart: Der Westen solle zuerst seine Sanktionen gegen den Iran aufheben, dann könnten die Verhandlungen auch zum Erfolg führen. Der Weltsicherheitsrat hatte erst im Juni die Sanktionen verschärft.

Die fünf Veto-Mächte und Deutschland fordern weiter den Stopp der Urananreicherung im Iran. Dieser besteht wiederum auf seinem Recht auf friedliche Nutzung der Atomenergie. Die Verhandlungen waren nach über einem Jahr wieder aufgenommen worden. Ein bereits diskutierter Kompromiss könnte in der Anreicherung im Ausland liegen.