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China bietet in Cancún Kompromiss an

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China bietet in Cancún Kompromiss an

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Der Unterwasser-Skulpturenpark vor dem mexikanischen Badeort Cancún soll eigentlich Taucher von den stark belasteten Korallenriffen fernhalten. Für die Greenpeace-Aktivisten war es der richtige Ort, am Rande der Weltklimakonferenz davor zu warnen, was viele Küstenbewohner in Zukunft erwarten könnte: “Menschen können nicht unter Wasser leben!” so das Motto.

Bei der Klimakonferenz gab es derweil ein Zugeständnis von China: Erstmals bot die Volksrepublik an, ihre Ziele zur Senkung des Treibhausgasausstoßes in einer bindenden UN-Resolution festzulegen. Aber freiwillig gesetzte Ziele sollten es sein.

EU-Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard drängte, dass nur nur noch wenige Konferenztage bleiben: “Wir sind besorgt, weil die Texte noch nicht so weit sind, dass die Minister damit endgültig eine Übereinkunft besiegeln können. Die Texte sind immer noch zu lang, es gibt zu viele Optionen, und sie sind immer noch zu kompliziert. Dennoch glauben wir, dass ein solides, ausgewogenes Ergebnis, das allen Seiten gerecht wird, hier in Cancún in Reichweite ist.”

Auch auf Cancúns Straßen drängten demonstrierende Klimaschützer auf eine Einigung. Dabei wurde allerdings bei einer Fastfood-Kette randaliert. Bis zum 10. Dezember haben die Delegierten Zeit, sich in Cancún auf ein Nachfolge-Abkommen für das Kyoto-Protokoll zu einigen. Umstritten ist unter anderem, wie die Einhaltung der Ziele überprüft werden kann, und ob dabei die Kohlendioxideinlagerung im Boden angerechnet wird.