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Irlands Opfergeneration im Kampf mit dem Alltag

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Irlands Opfergeneration im Kampf mit dem Alltag

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Eine Geisterstadt mitten in Dublin. In der Bevölkerung herrschen Resignation und Wut über eine Regierung, die ihre Finanzen endlich in den Griff bekommen muss.

Hier wollte sich das Ehepaar Goulding ein Traumhaus bauen, sie kauften es in den irischen Boom-Jahren, als alles möglich schien. Dann platzte die Blase, seitdem haben Immobilien fast um die Hälfte an Wert verloren. Zu allem Überfluss wurde Michael Goulding vor zwei Jahren entlassen.

Die Bauarbeiten sind seit langem unterbrochen, die Pläne für die belebte Siedlung im Norden von Dublin auf Eis gelegt: Aus der Traum vom Traumhaus.

In der Nachbarschaft wurden die Bauarbeiten abgebrochen. Seitdem der gelernte Elektriker auf der Straße ist, bekommt er 54 Euro pro Woche. Die finanzielle Belastung bleibt dieselbe, 1600 Euro muss das Paar monatlich abstottern – insgesamt dreißig Jahre lang.

euronews-Journalistin Valerie Zabriskie erklärt, “gegen Ende des Jahres sollen bis zu 250.000 irische Haushalte höhere Schulden haben, als ihre Immobilien tatsächlich wert sind. Das bedeutet, dass die Hausbesitzer niemals in der Lage sein werden, die Schulden für ihr Haus zurückzubezahlen. Nun hat die Rettungsaktion der EU und des IWF begonnen, viele dieser Hausbesitzer befürchten, dass sie Irlands Opfergeneration werden.”