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So will Irland die Staatspleite abwenden

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So will Irland die Staatspleite abwenden

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Es ist ein rigoroser Sparplan, den die irische Regierung ihren Bürgern verordnet und mit dem sie die Bedingungen erfüllen will, um Finanzhilfe von den europäischen Partnern zu bekommen. Mit Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen sollen bis zum Jahr 2014 15 Milliarden Euro eingespart werden, sechs Milliarden davon allein im kommenden Jahr. Eine große Aufgabe für Regierung und Bürger – und der einzige Weg für das einst wirtschaftlich so erfolgreiche Land, um der drohenden Staatspleite zu entgehen.

Die Ausgangslage ist fatal: Das Budgetdefizit für 2010 liegt bei fast 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, wobei die Ausgaben für die Rettung des Bankensektors nicht eingerechnet sind. Schon nächstes Jahr soll das Defizit auf neun Prozent gedrückt werden, 2014 soll es bei nur mehr 2,8 Prozent und damit im Rahmen der Maastricht-Kriterien liegen.

Und keine Bevölkerungsgruppe wird von den Maßnahmen verschont – auch nicht die Regierungsmitglieder, deren Gehälter laut Medienberichten gekürzt werden sollen. Der gesetzliche Mindestlohn wird gesenkt, die Gehälter im öffentlichen Dienst werden beschnitten, ebenso wie die Ausgaben des Staates für Sozialleistungen wie Arbeitslosen- oder Kindergeld. Dazu kommen Steuererhöhungen, mit denen 1,5 Milliarden Euro zusätzlich in die irische Staatskasse fließen sollen. Auf die Iren kommen damit harte Zeiten zu.