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Mehr als 80 Tote bei Gefängnis-Brand in Chile

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Mehr als 80 Tote bei Gefängnis-Brand in Chile

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Bei der größten Brandkatastrophe in der Geschichte der chilenischen Strafjustiz sind mindestens 83 Häftlinge ums Leben gekommen, 14 weitere Opfer kämpfen im Krankenhaus ums Überleben. Nach Angaben der Polizei wurde das Feuer um 4.40 Uhr am Morgen während eines Streits zwischen Häftlingen gelegt. Die Feuerwehr wurde erst nach einer Stunde alarmiert, eingreifen konnte sie erst nach zwei Stunden, weil die Polizei zunächst die Lage in der Haftanstalt klären musste. Eingeklemmt hinter Absperrgittern warteten Hunderte verzweifelte Angehörige auf Nachrichten von den Häftlingen. Als der Polizeichef die Namen von Überlebenden verlas, wurden die Beamten mit Steinen beworfen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Präsident Sebastián Piñera räumte ein, dass das für 700 Häftlinge ausgelegte Gefängnis mit 1900 Insassen hoffnungslos überbelegt war. Außerdem hätten zum Zeitpunkt des Unglücks nur sechs Wärter in dem Gefängnis Dienst gehabt.