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Militärische Zusammenarbeit in der EU auf dem Prüfstand

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Militärische Zusammenarbeit in der EU auf dem Prüfstand

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Europäische Streitkräfte sollen stärker zusammenrücken. Das ist der Plan der EU-Verteidigungsminister, die an diesem Donnerstag in Brüssel zusammengekommen sind. Angesichts knapper Verteidungsetats hatten die 27 Mitglieder die EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton im September damit beauftragt, der Europäischen Verteidigungsagentur das Mandat zu geben, die Bereiche von möglichen militärischen Kooperationen festzulegen.

Unter anderem ist geplant, bei Transporten zur Luft, in der Logistik und bei Aus- und Fortbildungen enger zusammenzuarbeiten.

Vorgemacht hatten es Großbritannien und Frankreich. Anfang November besiegelten sie zahlreiche Vereinbarungen auf militärischer Ebene. Diese basieren auf gemeinsamen Ausbildungen, auf geteilten militärischen Anschaffungen von Ausrüstung bis zur Technologie und auf größerem Informationsaustausch. Die Sparmaßnahmen zwingen sie dazu.

Vor fünfzehn Jahren machte das militärische Gesamtbudget der Europäischen Union noch etwa ein Drittel der weltweiten Ausgaben aus. Momentan sind es nur noch 20 Prozent. Demgegenüber stocken die Schwellenländer ihre Verteidigungsbudgets massiv auf.