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Klimagipfel von Cancun: Deal in der letzten Minute?

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Klimagipfel von Cancun: Deal in der letzten Minute?

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Bis zur letzten Minute machen einige wenige Umweltaktivisten Druck auf die Teilnehmer des Klimagipfels im mexikanischen Cancun. Denn bisher gibt es keine Einigung auf ein Nachfolgeabkommen des Ende 2012 auslaufenden Kyoto-Protokolls. Dabei schieben sich die aufstrebenden Länder und die Industriestaaten gegenseitig den Schwarzen Peter zu.

Besonders Japan steht am Pranger, denn der Minister aus dem Ursprungsland des Protokolls erklärte, sein Land werde kein Kyoto-Nachfolgeabkommen unterzeichnen. Denn dieses solle mindestens auf der Vereinbarung von Kopenhagen aufbauen – mit 80 Prozent der Verantwortlichen für CO2-Emissionen. Das Kyoto-Protokoll umfasse nur 27 Prozent der Treibhausgase.

Tatsächlich haben zum Beispiel die USA Kyoto nie ratifiziert.

Die EU-Kommissarin Connie Hedegaard sieht zwar geringe Fortschritte, aber in Bereichen, die für Europa wichtig seien, gebe es noch viel zu tun.

Der deutsche Umweltminister bekam Flaschenpost aus der Heimat überreicht. Doch Norbert Röttgen warnte ohnehin: “Je weniger wir in Cancun aufs Papier bringen, desto dicker wird der Rucksack für den nächsten Gipfel in Durban.”