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Fischerei: Ministerrat solle auf Wissenschaftler hören

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Fischerei: Ministerrat solle auf Wissenschaftler hören

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Die europäischen Agrarminister haben in Brüssel ihre Verhandlungen über Fangquoten in der Fischerei begonnen. Nach ersten Plänen sollen die Fischer 2011 ein Fünftel weniger Kabeljau fangen als im Vorjahr und 13 Prozent weniger Seelachs, berichteten EU-Diplomaten. Das geht Umweltschützer nicht weit genug.

Saskia Richartz von Greenpeace kritisierte, “die Überfischung schädigt unsere Umwelt, aber die Minister werden die Fischereiquoten höher festlegen, als es Wissenschaftler empfehlen. Wir sind hier, um ihnen zu sagen: Fischt weniger, dafür aber nachhaltiger. Sie müssen so schnell wie möglich die schädigendsten Schiffe ausrangieren.’‘

Zwar wollen die EU-Staaten sich stärker auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen, doch rechnen Umweltschützer mit großem Druck von der Fischereilobby und betroffenen EU-Staaten, die an den Fischbeständen sägten, so der Vorwurf. Mit Beschlüssen des Ministerrats wird an diesem Dienstag gerechnet.