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Gotan Project begeistert mit Electrotango

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Gotan Project begeistert mit Electrotango

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Das Gotan Project ist unter den angesehenen Gästen des Monte Carlo Jazz Festivals, dass zum fünften Mal stattfindet. Ein Argentinier, ein deutschsprachiger Schweizer und ein Franzose bilden das Trio. Sie werden von verschiedenen talentierten Musikern und großartigen Sängern begleitet. Im Jahr 2001 wurde die Gruppe weltberühmt, mit einem Album auf dem Tango und Underground gemischt wird. In ihrer Musik tauchen immer wieder argentinische Nationalmythen wie Tango auf, aber das ist nicht alles.

Christoph H. Müller erklärt: “Wir haben uns entschieden, das Thema Fußball zu nutzen. Vereinfacht gesagt ist das gemeinsam mit Tango die Sache in Argentinien. Wir konnten den besten argentinischen Fußball-Kommentator der Geschichte – Hugo Morales – dafür gewinnen. In diesem Song kommentiert er ein imaginäres Spiel, in dem jeder Musiker dem anderen den Ball zuspielt und für unseren argenintischenr Freund wird ein Traum wahr: Ein Tor zu schießen, dass von Hugo Morales kommentiert wird.”

Die Schwierigkeiten aber auch der Seelenzustand sowie die Atmosphäre der jüngsten argentinischen Geschichte werden in einigen Songs widergespiegelt. Eduardo Makaroff: “Das Land, in dem ich geboren wurde und aufgewachsen bin, machte in den Neunzigern eine schwere Krise durch. Es war eine Art soziale Atombombe, die die argentinische Gesellschaft komplett zerriss. Das Europa Lateinamerikas wurde ein Land, in dem Kinder auf der Straße hängen und die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt. Es ist eine Katastrophe.”

Argentinien war in Lateinamerika berühmt für seine Mittelschicht genauso wie für seine angesehenen Universitäten und Schriftsteller. Aber trotz der Wirtschaftskrise hat das Land nie aufgehört, weiter Kultur zu produzieren.

Der Bandname Gotan ist durch Silbenvertauschung ein Wortspiel mit dem Wort Tango. Aber was haben sie sonst noch in der Musik auf den Kopf gestellt? Chistoph H. Müller: “Wir versuchen manchmal die Dinge genau umgekehrt zu machen: Wir machen Elektro, aber es ist organische Musik. Wir verwenden Musik, die eigentlicht nicht zum Tango passt, wie Bluegrass-Musik. Wir halten nach ungewöhnlichen Verbindungen Ausschau.”

Philippe Cohen Solal: “Unser Rezept ist unserem Flair zu folgen und zu ignorieren, ob es im Radio oder Fernsehen gespielt wird oder nicht. Wichtig für uns ist, was wir mögen und wir lieben die Musik, die wir produziert haben. Deshalb bereuen wir nichts, nicht ein einziges Stück, oder eine einzige Note, die wir in den letzten zehn Jahren geschrieben haben.”

In diesem Beiträg hören Sie Auszüge aus folgenden Stücken:

“La gloria”, “La Rayuela”, und “El mensajero” aus dem Album Tango 3.0 und “Diferente” aus dem Album Lunático.