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Trotz demonstrativem Ja zur Euro-Zone bleiben Märkte unbeeindruckt

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Trotz demonstrativem Ja zur Euro-Zone bleiben Märkte unbeeindruckt

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Er ist beschlossene Sache, der gemeinsame Rettungsschirm, der ab 2013 permanent wird. Das ist das Ergebnis, das die Spitzenpolitiker zum Gipfelende in Brüssel präsentierten. Vom neuen Krisenmechanismus sollen in Zukunft leichter finanziell angeschlagene Euro-Staaten profitieren. Doch die Finanzmärkte zeigten sich von der Erklärung unbeeindruckt. Weitere Maßnahmen sind nötig, fordert Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Er sagte, “jetzt müssen wir noch weiter gehen. In den ersten Wochen des nächsten Jahres wird es um den Aufbau der europäischen Wirtschaftsregierung der Eurozone gehen, die nationalen Entscheidungen werden sich daran ausrichten.”

Bei den umstrittenen Euro-Bonds, also Anleihen, die die Euro-Länder gemeinsam auflegen sollten, gab es keine Bewegung. Der Eurozonen-Chef war vorher schon mit seinem Vorschlag auf den Widerstand Deutschlands und Frankreichs getroffen. Aber Jean-Claude Juncker gab sich nicht geschlagen, er prophezeite: “Die Debatte und ihr Ausgang waren für mich nicht überraschend. Vor dem Europäischen Rat haben mir die einen, die meine Linie befürworten, das bereits gesagt. Die anderen, die dieser Idee kritisch gegenüberstehen, haben das auch mitgeteilt. Es ist eine Idee, die sich eines Tages wahrscheinlich durchsetzt, wir werden schon sehen.”

euronews-Reporter Sergio Cantone in Brüssel: “Die Euro-Bonds scheinen Gestalt anzunehmen. Der Vorschlag ist nicht vollständig abgeschmettert worden – ganz im Gegenteil. Er wird von den EU-Staaten in den nächsten Monaten genauer betrachtet und ausgewertet. Das letzte Land, das sich mit lauter Stimme querstellt, neben einigen anderen, das ist Deutschland.”