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Britischer Weihnachtsmann kämpft mit dem Winterwetter

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Britischer Weihnachtsmann kämpft mit dem Winterwetter

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London versinkt im Schnee und darin bleibt auch der Weihnachtsmann stecken. Das unfreundliche Wetter ließ die Umsätze im Einzelhandel regelrecht abstürzen: Kaufhäuser blieben fast leer, nur wenige Kunden wagten sich nach draußen. Zur trüben Stimmung passte auch, dass der britische Wirtschaftsverband CBI seine Wachstumsprognosen nach unten korrigierte, auf ein Plus von nur 0,2 Prozent im ersten Quartal 2011.

Aber ganz lässt man sich die Stimmung nicht verderben. Schließlich steht, ob Schnee oder nicht, eine königliche Hochzeit bevor und in den Royal Collection Shops hat der Verkauf der offiziellen Souvenirs begonnen – ohne Fotos, dafür mit Initialen. “Wir wollten ein zeitgenössisches und romantisches Design”, erklärt Verkäuferin Nuala McGourty, “das die Modernität des Paares ausdrückt.” Porzellanteller, Tassen und sogar Pillendosen stehen zum Verkauf.

Allerdings hält der Schnee auch hier viele Kunden ab – und der Onlinehandel bietet ebenfalls keine Lösung. Wohl lässt sich so gut wie alles per Mausklick bestellen, aber die Auslieferung erfolgt auf traditionellem Weg – und der wird vom Winterwetter blockiert. Bei Zustelldiensten wie Parcel2Go stapeln sich die Päckchen in den Depots. “Der Rückstau verursacht ein Chaos”, seufzt Filialleiter Adam Mercer. “Mehr als vier Millionen Pakete können nicht zugestellt werden.” Vielen Kunden droht ein Weihnachten ganz ohne Weihachtspäckchen. “Ich weiß nicht, ob ich alles in letzter Minute nachkaufen muss”, klagt Jill Tower, die versucht hat, ihre Weihnachtseinkäufe online zu erledigen. “Niemand kann mir dazu etwas sagen.” Schnee und Eis machen dem britischen Weihnachtsmann also ordentlich zu schaffen – und möglicherweise kann er die Geschenke dieses Jahr erst mit ein paar Tagen Verspätung zu ihren Adressaten bringen.